Wie Scott McKenzie nach San Francisco kam

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San_Francisco_(Be_Sure_To_Wear_Some_Flowers_In_Your_Hair)_Sheet_Music_(1967)Jeder kennt Scott McKenzies Lied über San Francisco. Doch nur wenige wissen, dass er mit dem Lied nur unfreiwillig zur Ikone der Hippie Bewegung wurde.

Scott McKenzie wurde 1939 als Philip Blondheim in Jacksonville, Florida geboren. Dort machte er eine Lehre als Bankkaufmann und trat nur am Wochenende mit verschiedenen Folkbands auf. 1963 lernte er auf einem dieser Konzerte John Phillips, den späteren Gründer der Mama’s & the Papa’s kennen.

Aus Blondheim wird McKenzie

An einem feucht fröhlichen Abend macht ein befreundeter Komiker Witze über das Aussehen von Blondheim, dass ihn an einen schottischen Hund erinnere. Ein Wort gab das andere und vom nächsten Morgen an, nannte sich Blondheim Scott McKenzie.

John Phillips plante, im Juni 1963, das weltweit erste Pop-Festival in Monterey, das südlich von San Francisco liegt, zu veranstalten. Jedoch hatte Montereys Bürgermeister Angst davor, dass zuviele langhaarige Hippies die Stadt überschwemmen würden. Darauf hin hatte Phillips kurzerhand die Idee, die Leute anstatt von Monterey nach San Francisco einzuladen, da von dort aus die Besuchersträme besser zu kanalisieren wären.

Blumen und LSD

In nur 20 Minuten schrieb er eine akustische Einladung: „If you going to San Francisco, be sure to wear some flowers in your hair“. Jedoch war er nach dem Einwurf von LSD nicht mehr in der Lage das Lied selbst zu singen und bat stattdessen Scott McKenzie darum. So wurde der Mann mit dem  Schnäuzer unfreiwillig zum Idol der gesamten Flower-Power-Bewegung. „San Francisco“ verkauft sich im Sommer der Liebe weltweit mehr als sieben Mio. Mal.

Auch 40 Jahre später tritt der mittlerweile ergraute Scott McKenzie noch mit seinem Flower-Power-Hit auf. 2005 hat das österreichische DJ-Projekt Global Deejays mit der Techno-Version dieser unsterblichen Hippie-Hymne erneut Erfolg.

Jahrelang kämpft Scott McKenzie mit tiefen Depressionen, 2010 erkrankt er an einem seltenen Nervenleiden, dem Guillain-Barré-Syndrom: „Diese Krankheit macht dich schwach, ängstlich, unsicher und lässt dich zittern“, klagte er kurz vor seinem Tod. Zuletzt lebte er mit seiner Katze Spider in seinem Haus in Los Angeles. Dort starb er am 18. August 2012 im Alter von 73 Jahren.

 

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Kategorie: Alles über San Francisco, Fog City - Stadt des Nebels

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