Stadt der verlassenen Schiffe – San Francisco

Februar 25, 2015 | By | 2 Antworten Mehr
Unabhängiger Gold Sucher

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San Francisco war eine kleine Siedlung, bevor der Goldrausch begann. Nachdem die Einwohner von der Entdeckung des Goldes erfahren haben, wurde aus San Francisco eine Geisterstadt von verlassenen Schiffen und Unternehmen.

Schon bald darauf kamen neue Menschen und Kaufleute nach San Francisco und die Bevölkerung explodierte von etwa 500 im Jahr 1848 auf 25.000 ständige Bewohner in 1850.

 

Der erste Weltklasse-Goldrausch

CalifornianNewspaperGoldFoundMarch15-1848Doch es gab im „ersten Weltklasse-Goldrausch“ keinen einfachen Weg um nach Kalifornien zu kommen. Die „Forty-Niners“ waren oftmals auf ihrem Weg mit Not und Tod konfrontiert.

Die Ersten, die sogenannten Argonauten, kamen mit Schiffen. Von der Ostküste dauerte eine Segelreise um die Spitze von Südamerika ungefähr fünf  bis acht Monate für die rund 18.000 nautischen Meilen (33.000 Kilometer).

Eine Alternative war,  zur atlantischen Seite des „Isthmus von Panama“ zu segeln. Von da dann eine Woche mit Kanus und Maultieren den Dschungel zu durchqueren, und dann auf der Pazifik Seite auf das nächste Schiff nach San Francisco zu warten.

Es gab auch einen Weg durch ganz Mexiko ab Veracruz.

Ureinwohner attackiert Goldsucher

Ureinwohner attackiert Goldsucher

California Trail

Viele Goldsucher nahmen jedoch den Landweg durch die Vereinigten Staaten, insbesondere entlang des California Trail. Jede dieser Routen hatte seinen eigenen tödlichen Gefahren, von Schiffbruch bis Typhus und Cholera.

Um den Anforderungen der Ankommenden gerecht zu werden, kamen Schiffe aus der ganzen Welt mit Waren nach San Francisco. Meistens jedoch verließen  ganze Mannschaften, mit oder ohne dem Kapitän, das Schiff um nach Gold zu suchen. Die Kais und Docks von San Francisco waren ein Meer aus Masten, da Hunderte von Schiffen aufgegeben wurden.

San Francisco Hafen 1851

San Francisco Hafen 1851

Rough and Ready

Die Bergleute lebten in Zelten, Holzhütten oder Kabinendecks die von den verlassenen Schiffen entfernt wurden. Wenn neues Gold entdeckt wurde, taten sich oftmals hunderte Bergleute zusammen um ein Lager zu errichten und ihre „claims“ zu sichern. Sie nannten sie beispielsweise „Rough and Ready“ oder „Hangtown“ (Placerville, Kalifornien) und jedes Lager hatte oft einen eigenen Salon und Spielhölle.

Schiffe überall

Findige San Franziskaner machten aus den verlassenen Schiffe Lagerhallen, Läden, Tavernen, Hotels und sogar ein Gefängnis. Viele dieser Schiffe wurden später zerstört und als Füllmaterial genutzt um mehr bebaubare Flächen in San Francisco zu schaffen.

Der gesamte Embacadero und Financial District beherbergt unterirdisch die alten Schiffswracks. Deweiteren benutzten sie die Steine die in den Schiffen als Kontergewicht mitgebracht wurden, um Gebäude zu errichten.

 

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Kategorie: Fog City - Stadt des Nebels, Geschichte von San Francisco

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Kommentare (2)

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  1. SanFranFan sagt:

    A census of 1847 shows a 459 population

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