Goldrausch in San Francisco – Wie alles begann

| By | Antworte Mehr
Sailing to California at the beginning of the Gold Rush

Sailing to California at the beginning of the Gold Rush

Der kalifornische Goldrausch von 1849 begann mit einem Viehzüchter aus Deutschland, 21 Arbeitern, einem Sägewerk, einem Fluss, einem Geheimnis und einem gerissenen Geschäftsmann.

Die Geschichte begann mit einem deutschen Viehzüchter namens John Sutter. Er versuchte in Colma, einem Tal in der Nähe von Sacramento, ein damalig wildes Gebiet, ein Landwirtschaftsimperium zu gründen. Um die Gebäude zu bauen und den schnellen Wachstum dauerhaft zu garantieren, benögtigte er eine einfache und schnelle Quelle von Holz.

Plakat aus dem Jahr 1849 für Schiffspassagen nach Kalifornien zum Goldrausch

Plakat aus dem Jahr 1849 für Schiffspassagen nach Kalifornien zum Goldrausch

Sutter und Marshall haben ein Geheimnis

John Sutter ließ seinen Vorarbeiter James Marshall, mit  der Hilfe von 20 weiteren Arbeitern, ein Sägewerk am Ufer des American River  bauen. Es war die perfekte Lage für ein Sägewerk – doch sollte gerade diese Lage die Geschichte von Kalifornien komplett verändern. Im Januar des Jahres 1848, kurz vor der Fertigstellung des Sägewerks, entdeckte Marshall etwas glänzendes in der Nähe des Flussufers. Die Arbeiter hatten die glänzenden Steine zuvor schon überall gefunden. Er erzählte Sutter von seiner Entdeckung. Sutter und Marshall ließen den glänzenden Stein testen und es waren tatsächlich Goldnuggets! Sie entschieden sich diese Entdeckung geheim zu halten. Sutter war mehr an einem Landwirtschaftsimperium interessiert als in einem Goldrausch. Vielleicht hatten sie auch eine Vorahnung, dass der Fund von Gold alles verändern würde.

Plakat aus dem Jahr 1849 für Schiffspassagen nach Kalifornien zum Goldrausch

Plakat aus dem Jahr 1849 für Schiffspassagen nach Kalifornien zum Goldrausch

Ein gerissener Geschäftsmann: Samuel Brannan

Dann kam ein Mann namens Samuel  Brannan ins Spiel. Brannen war ein Kaufmann aus San Francisco. Unter Anderem gehoerte ihm das einzige Warenhaus auf der Strecke zwischen Colmar und San Francisco. Ihm gehörte auch die einzige Zeitung in San Francisco.

Des Weiteren war er ein Repräsentant der mormonischen Glaubensgemeinschaft. Eines Tages bezahlten in seinem Laden Arbeiter von Sutters Sägewerk mit den Goldnuggets. Brannen reiste daraufhin, als Repräsentant der Mormomen, nach Colmar ins Sacramento Tal, um den „Zehnt“ (die Kirchensteuer) einzutreiben. Danach wusste er definitiv, dass es jede Menge an Gold gab und er sah seine Chance reich zu werden. Kurzerhand kaufte Brannan alle Goldgräberausrüstung auf der er habhaft werden konnte. Er wollte eine Sonderausgabe seiner Zeitung drucken lassen, aber seine Mitarbeiter waren schon unterwegs zu den Goldfeldern.

Also rannte er selber durch die Straßen von San Francisco und schrie: „GOLD! GOLD! GOLD FROM THE AMERICAN RIVER!“ wobei er eine kleine Flasche gefüllt mit Goldstaub herumzeigte.

Die von ihm zuvor erstandenen Ausrüstungsgegenstände wie beispielsweise Pieken, Schaufeln und Pfannen hatte er für gerade mal 20 Cent gekauft. Nun verkaufte er sie an die Goldsucher für 15 Dollar pro Stück. Er erwirtschaftete damit 36.000 Dollar in nur zwei Monaten ohne jemals selber nach Gold gesucht zu haben und wurde schnell zum reichsten Mann Kaliforniens.

traditionelle Pfanne zum Goldwaschen

traditionelle Pfanne zum Goldwaschen

Unterwegs nach Kalifornien: Go West!

Die Nachricht verbreitete sich schnell weltweit. Gold war überall zu finden und konnte Jeden über Nacht reich werden lassen!

Menschen aus der ganzen Welt begannen, nach Kalifornien zu reisen. Das Problem hierbei war, dass Kalifornien sehr weit weg, und von allen Teilen der Welt nur mühsam und unter vielen Strapazen zu erreichen war.

Es gab nur zwei Möglichkeiten um nach Kalifornien zu kommen: Der Landweg oder der Seeweg.

Seeking gold in California river bottom

Gold Sucher in einem kalifornischen Flussbett

Der Landweg

Reisen über Land bedeutete ein Abendteuer durch Wüsten, Wildnis und das überqueren von riesigen Bergketten – mehr als 3.000 km lang. Das Ganze konnte bis zu 6 Monaten wenn nicht noch länger dauern. Viele gingen zu Fuß, einige nahmen Wagen (Ponytracks) und es war eine sehr gefährliche Reise. Manchmal gab es kein Wasser für einen langen Zeitraum und Krankheiten und Verletzungen gehörten zur Tagesordnung Viele Goldsucher kamen nie am Ziel an.

California diamond jubilee half dollar

California diamond jubilee half dollar

Der Seeweg

Der Seeweg dauert oftmals länger als acht Monate. Der Grund dafür war, dass die Schiffe ganz Südamerika umsegeln mussten. Seekrankheit, verdorbenes Essen und Wasser gehörten hier zu den meisten Todesursachen. Wenn die Goldsucher dann endlich im Hafen von San Francisco ankamen, war die Reise noch lange nicht zu Ende.

Aber im Vergleich zu den bisherigen Strapazen war es geradezu ein Spaziergang und „um die Ecke“ gelegen.

Höchstpreise und die wahren Gewinner

Leider blieb es für viele Goldsucher nur beim Traum vom schellen Reichtum. Natürlich machten die Bergleute viel mehr Geld als im Vergleich zu ihre alten Arbeit zuhause. Allerdings verlangten die Kaufleute die schwindelerregende Preise für beispielsweise Lebensmittel.

Die einzigen Menschen die durch den Goldrausch ein Vermögen gemacht haben, waren findige Kaufleute wie Sam Brannan.

Stichworte: , , ,

Kategorie: Fog City - Stadt des Nebels, Geschichte von San Francisco

Loading Facebook Comments ...

Hinterlasse eine Antwort