Cowboys, Neo-Hippies, Yuppies, Yippies in San Francisco

April 9, 2014 | By | Antworte Mehr

weirdosLiberal und weltoffen sind die 800 000 Einwohner von San Francisco. Eine bunte Mischung aus Cowboys, Neo-Hippies, Yuppies, Yippies (eine Mischung aus beiden Letztgenannten), Lebenskünstlern und Paradiesvögeln.

Das Stadtbild ist geprägt von den steilen Straßen, es ist ein ständiges Auf und Ab, denn San Francisco ist auf 43 Hügeln erbaut. Die Lombard Street ist so atemberaubend steil und spitzkurvig, dass Autofahrer aus aller Welt, Tag und Nacht das Kribbeln suchen (und die Anwohner nerven). Oftmals stehen Schlangen von Autos bei der Einfahrt zum kurvigen Teil der Straße, um sie herunter zu fahren.

Gutes öffentliches Verkehrsnetz

Im Gegensatz zu anderen amerikanischen Städten unterhält San Francisco ein ausgezeichnetes Nahverkehrsnetz. Und so setzen sich Einwohner wie Touristen gern in die Cable Cars, die sich bimmelnd die Hügel hochziehen und wieder hinabflitzen. Als letzte Kabeltram ist die Bahn ebenso ein Wahrzeichen der Stadt wie die Golden Gate Bridge und tritt in Dutzenden von Filmen auf, wie beispielsweise im Schocker «The Birds» von Alfred Hitchcock. Derart vernarrt sind die Einwohner in die Cable Car, dass sie seit 1955 jedes Jahr im Juli am Union Square den „Ding Dong Daddy“ wählen. Das ist jener Mann, der am virtuosesten die Glocke des Wagen Nummer 52 bimmeln kann.

 Mit der Cable Car zur Fisherman’s Wharf

Eine der drei historischen Routen der Cable Car beginnt an der Kreuzung Market und Powell Street. Mit ohrenbetäubendem Geläut nimmt die Bahn Kurs hinauf in den eleganten Stadtteil Nob Hill, von Einheimischen auch „Snob Hill“ genannt. Weiter geht es durch Russian Hill mit den Vallejo Steps, von wo aus es einen faszinierenden Blick auf die Felseninsel Alcatraz gibt, die früher eine Gefängnisinsel war.

Die Linie endet an der Fisherman’s Wharf. Diese ist zwar eine Touristenhochburg, aber die frei lebenden Seelöwen am Pier 39 sind dennoch einen Besuch wert. Zuvor genießt man jedoch am Strand des beschaulichen Aquatic Park den Blick auf viele historische Schiffe und auf das berühmteste Wahrzeichen der Stadt – die Golden Gate Bridge.

Die Golden Gate Bridge und der Nebel

Das beste Fotomotiv bietet der Aufstieg zu den Marin Headlands auf der anderen Seite der Brücke, wo ein Blick präsentiert wird, der Einem die Augen überquellen lässt. Es kann aber auch gut sein, dass gerade die Nebelschwaden vom Pazifik Richtung Stadt ziehen und die Brücke in nur wenigen Minuten dicht einhüllen.

Der Nebel ist legendär und führt zu schnellen Temperaturstürzen. Durch ihn ist die Stadt am Meer auch zu ihrem Spitznamen Fog City gekommen.

Haight-Ashbury und Castro District

Im ehemaligen Hippieviertel Haight-Ashbury sollte man auf einen Falafel-Burrito vorbeigehen, sich im Amoeba mit gebrauchten CDs eindecken oder einfach in einem der vielen Cafés das Treiben auf der Straße beobachten. Hier lebten Musik- legenden wie Janis Joplin und Jimi Hendrix und noch immer schweb dichte Marihuana-Rauch-Schwaden durch die Straßen von San Francisco.

Haight-Ashbury sowie der Castro District sind Treffpunkte der kulturellen und kreativen wie auch der Gay-Szene von San Francisco und der USA. Im Peace Café im Hotel Red Victorian werden Ideen geboren und im Kino nebenan in geselliger Atmosphäre Off-Movies angeschaut. Exklusive Boutiquen, Brockenhäuser und hippe Bars und Beizen prägen die verschiedenen Stadtteile. Es befinden sich viele Smoke-Shops mit so blumigen Namen wie „Pipe Dreams“, „Smoking Times“ oder „The Love of Ganesha“ in San Francisco. Man muss sie nicht suchen.

Natur in der Stadt: Ocean Beach

Wem das Stadtleben zu viel ist, der kann die Avenues hinab zum Ocean Beach gehen und mit hochgekrempelten Hosenbeinen über den Sandstrand laufen. Der kalte Pazifik lädt zwar nicht zum Baden ein, dafür gibt umso mehr Surfer in der rauen Brandung des Ozeans.

Das letzte Tageslicht genießt man beim Strandspaziergang, bis der Sonnenuntergang San Francisco in goldene Farbe taucht und das Nachtleben beginnt.

Nachtleben in „Little Italy“

Der Broadway im Stadtteil North Beach, in San Francisco wegen der vielen italienischen Restaurants besser bekannt als Little Italy, zieht die meisten Nachtvögel an. Am Broadway findet sich die grösste Dichte an Bars, Theatern, Klubs und Restaurants. Es kann durchaus passieren, dass plötzlich Sean Penn vor einem steht und fragt, ob man Lust auf einen Drink hat. Hier ist alles möglich und alles erlaubt – das macht den Reiz dieser aufregenden Stadt aus.

 

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Kategorie: Alles über San Francisco, Fog City - Stadt des Nebels

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