Unterwegs auf den Spuren von Jack Kerouac in San Francisco

April 1, 2014 | By | Antworte Mehr

kerouac_alleySan Francisco war der Wallfahrtsort der Beat Generation, wie Kerouac in seinem Roman „On the Road“ (deutscher Titel: Unterwegs) beschrieb. Tatsächlich hat Kerouac nie wirklich in San Francisco gelebt. Vielmehr besuchte er seine Freunde, schlief dort auf deren Sofas Dach- und Fußböden oder wanderte durch die Straßen von San Francisco, auf der „Suche nach der absoluten, himmlischen Verbindung“.

Nachdem Kerouac im Herbst 1952 „On the Road“ fertig geschrieben hatte, arbeitete er zeitweilig als Bremser für die Eisenbahn. Für ein paar Monate lebte er in einem Hotel bei der alten Süd- Pacific Eisenbahnstation, die in der Nähe des heutigen AT & T Baseballstadions lag. Das war vermutlich der längste Zeitraum, in der er ein Bewohner der Stadt war.  Wie dem auch sei, Kerouac unternahm häufige Besuche in die Stadt San Francisco. Hier findet ihr eine Liste von Orten, an denen Kerouac blieb, schlief, aß, trank, schlief oder spazieren ging.

1. North Beach

Offensichtlich ist der erste Ort, den es zu besuchen gilt, das North Beach Viertel der Stadt. In vielen Schaufenstern, oftmals wie ein Schrein präsentiert, findet sich alles was mit dem Romanautor zu tun hat. Hier können neben all seinen Werken, seiner Biographie und Bilder , auch die Verfilmung von „On the Road“ erstanden werden.

2. Jack Kerouac Alley

Es gibt tatsächlich eine kleine Gasse in San Francisco, die nach Kerouac benannt wurde. Leider ist sie in etwa so kurz wie das Leben der Autors. Er starb mit 47 Jahren an den Folgen von seinem chronischem Alkoholmissbrauch und wäre heute über 90 Jahre alt.
Die kleine, vormalige „Adler“ Gasse,  befindet sich entlang der Südseite der City Lights Buchhandlung und verbindet North -Beach mit Chinatown. Die kleine Gasse ist über und über mit Merkmalen des „Beats“ gespickt, überall sind die Zeichen zu finden. Offiziell wurde die Gasse am 25. Januar 1988 von „Adler“ nach „Jack Kerouac „durch die Stadt San Francisco benannt.

3 . City Lights Bookstore

Obwohl die „City Lights Buchhandlung“ bei der Geburt der „Beats“ eine zentrale Rolle spielte, ist doch zu erwähren, dass „On the Road “ nicht hier sondern bei Viking Press veröffentlicht wurde, obwohl „City Lights“ später andere Werke Kerouacs veröffentlichte. Lawrence Ferlinghetti, Gründer und Inhaber der Ladens und Verlagshauses, wusste zwar von Kerouac, aber kannte ihn zu dieser Zeit nicht allzu gut. Desweiteren sind Laden -und Verlagshaus bekannt für die Veröffentlichung von Allen Ginsberg “ Howl “ und den darauffolgenden Rechtsstreit wegen Obzönität. (261 Columbus Ave.)

4 . Vesuvio Cafe

Das Vesuvio Cafe ist die Bar in der die großen Dichter sich betranken und schrieben. Kerouac trank hier ebenso wie Dylan Thomas , Allen Ginsberg und viele andere mehr. Und Ihr könnt das auch! Der Ort ist sehr gut und authentisch erhalten. (255 Columbus Ave.)

5 . Das Beat Museum

Jerri Cimino gründete im Jahre 2006 das „Beat Museum“. Es enthält viele Erinnerungsstücke aus der Zeit sowie eine „On the Road“ Ausstellung (Normalpreis 8$), die unter anderem zahlreiche fremdsprachige Ausgaben des Buches enthält. Vor dem Eingang des Gebäudes sind einige Gemälde und Bilder von Kerouac zu finden. (540 Broadway)

5 . Cassedy Residence

Das Haus gehörte Neal und Carolyn Cassady in den in den 1950er Jahren- Kerouac war dortein gelegentlicher Hausgast, manches Mal schlief er auf Dachboden. Als er Anfang August 1952 „Visions of Cody“ schrieb“ blieb er hier für mehrere Wochen. (29 Russell Street, S. F.)

6 . Joan Rawshanks in the Fog

Während seines Aufenthaltes bei den Cassadys, wanderte Kerouac eines Nacht durch Russian Hill. Dabei fand er zufällig die Dreharbeiten für Joan Crawfords Film „Sudden Fear“. Er berichtete später über die Aufnahmen in einem Abschnitt der „Visions of Cody“ und nannte sie“ Joan Rawshanks in the Fog“. (1201 Greenwich St. am Russian Hill)

7 . Die Six Gallery

Im Oktober 1955 war Kerouac tatsächlich hier, um der ersten öffentlichen Lesung des Buches „Howl“ seines Freundes Allen Ginsberg beizuwohnen. Als Ginsberg sein Gedicht zum ersten Mal vor etwa 35-50 Personen Vortrag, saß Keroac betrunken an der Seite der Bühne und schrie kontinuierlich: „GO! GO! GO!“ Dabei reichte er seine Rotweinflasche herum. (Die ehemalige Six Gallery befindet sich 3119 Fillmore St. )

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Kategorie: Alles über San Francisco, Fog City - Stadt des Nebels

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