Amerikas tödliche Natur

August 3, 2014 | By | Antworte Mehr

intelligent_design_allergicWenn Sie die Vereinigten Staaten bereisen, denken Sie bestimmt, dass es ein relativ sicherer Ort ist. Sie denken sich vielleicht: „Ok, das Gesundheitssystem wird vermutlich nicht so gut sein, wie ich es aus Deutschland gewohnt bin, aber ich mache ja keine Safari in Afrika wo wirkliche Gefahren drohen!“

Das ist Ihr erster Fehler. Die amerikanische Natur wird versuchen Sie umzubringen.

Als typischer Tourist wollen Sie vermutlich einen der wunderschönen Nationalparks in den Rocky Mountains besuchen, wo sie von 800 Pfund schweren Grizzlybären begrüßt werden, die Sie fressen wollen.

Deren kleinere Cousins, die Schwarzbären, sind mehr daran interessiert, Ihre mitgebrachten Lebensmittel zu fressen, sodass Sie vermutlich nur beim Versuch selbige zu retten angegriffen werden, ansonsten aber unversehrt bleiben sollten.

Wenn Sie die Bären überlebt haben, passen Sie auf die Buffalos auf! Auch wenn das amerikanische Bison ein Vegetarier ist, wissen Sie sicher, wie militant Vegetarier werden können. Diese Vegetarier hier, werden Sie vermutlich, als Rache für all die Buffalo Burger, die Sie in Ihrem Leben gegessen haben, zu Tode trampeln.

Die nächste Bedrohung von Mutter Natur, kommt in der Form von giftigen Schlangenbissen daher.

Amerikas Wildleben verfügt über Copperheads, Cottonmouth (auch bekannt als Wassermoccasins), Coralsnakes sowie viele verschiedene Varianten von Klapperschlangen. Diese Kreaturen attackieren zumeist die Hände von Männern zwischen 19  und 30, die eine Blutalkoholkonzentration von 0,1% und darüber haben.

Ihre beste Verteidigung gegen die Schlangen ist es also nicht jung, betrunken und dumm zu sein.

Sollten Sie wandern gehen, sollten Sie immer hohe Stiefel, Socken und eigentlich auch lange Hosen tragen, denn die Schlangen beißen mit Vorliebe in die Knöchel, wenn auf sie getreten wird.

Die Deutschen neigen dazu, sich übermäßig darüber Sorgen zu machen, dass Wissenschaftler die Natur manipulieren und im Labor genetische Superkreaturen erschaffen, die weit davon entfernt sind, kontrolliert zu werden und es irgendwie schaffen, in die freie Natur zu entkommen und dort nichts als Zerstörung hinterlassen. Diese Ängste sind komplett unbegründet, da die Wissenschaft mit absoluter Sicherheit ihre Lektion, nach der Erschaffung der Killerbienen, gelernt hat.

So etwas wird nicht erneut passieren.

Diese aggressiven Bienen haben es irgendwie in den Süden der USA geschafft und haben dort große Kolonien gebaut. Diese werden die Bienen vor Ihnen verteidigen, indem sie Sie umschwärmen und immer wieder stechen, bis Sie entweder tot sind oder sich zumindest nicht mehr allzu gut fühlen.

Es gibt auch Zecken, die Sie mit der Lyme Krankheit infizieren. Sogar die Moskitos sind nicht harmlos, im schlimmsten Fall werden Sie mit dem West Nile Virus infiziert.

Keine große Sache.

Aber die amerikanischen Spinnen, dass ist wiederum eine ganz andere Geschichte. Die berühmteste Spinne ist natürlich die schwarze Witwe, ihr Biss verursacht normalerweise nur starke Schmerzen. Die weniger bekannte braune Einsiedlerspinne, auch Fiddle-Back genannt, ist weit mehr verbreitet und viel gefährlicher. Der Biss der Fiddle-Back Spinne, wird sie vermutlich nicht töten und es werden auch keine Körperteile amputiert. Trotzdem sollten Sie immer zweimal nachschauen, bevor Sie irgendwelche nackte Körperteile in enge Öffnungen stecken. Es gibt hier auch Skorpione, die Sie stechen und töten können.

Wenn Sie nun denken, dass die wilden Kreaturen schon schlimm genug seien würden, irren Sie sich. Es gibt hier auch Pflanzen, deren einzige Lebensaufgabe es zu sein scheint, uns bei bloßem Kontakt leiden zu lassen.

Poison Ivy, eine giftige Efeuart, ist in Amerika weit verbreitet. Wenn Sie wandern gegen, werden Sie die Pflanzen zwangsläufig am Wegesrand stehen sehen. Das tückische an der Pflanze ist erstmal, dass sie auf anderen Pflanzen wächst und diese, nach und nach übernimmt. Nun ist das Gift des Poison Ivys ölig und sehr resistent. Die Infizierung führt zu einem bösen, juckendem Ausschlag und die Flüssigkeit in den Bläschen zu weiteren Infizierungen. Die bloße Berührung mit dem Rucksack oder anderer Kleidung reicht aus, damit Sie sich noch Wochen später nachträglich infizieren können.

Sollten Sie sich in einem Sumpf aufhalten, passen Sie auf die Krokodile auf!

Sollten Sie im Ozean schwimmen, achten Sie auf die großen, weißen Haie. Des Weiteren gibt es Stinktiere, die zwar nicht töten aber zu starken, olfaktorischen Störungen führen können, Waschbären, ebenfalls nicht tödlich, aber sehr angriffslustig, besonders auf kleinere Hunde.

Vermutlich sind Sie aber eher der ruhige Strandtourist, der (fast) allen Gefahren aus dem Weg geht. Aber passen Sie auf das Poison Ivy auf. Es ist wirklich lästig!

Stichworte: , , ,

Kategorie: Unbegrenzte Un-Möglichkeiten

Loading Facebook Comments ...

Hinterlasse eine Antwort